News


ASP: Änderung des Bundesjagdgesetzes beschlossen

22.10.2018
Um eine Ausbreitung der Afrikanischen Schweinepest (ASP) zu vermeiden, hat der Bundesrat am letzten Freitag dem Gesetz zur Änderung des Tiergesundheitsgesetzes und des Bundesjagdgesetzes zugestimmt. „Noch nie war die Bedrohung durch die ASP in Deutschland so deutlich wahrnehmbar wie jetzt“, sagte Landwirtschafts- und Umweltminister Dr. Till Backhaus, der eindringlich für die Zustimmung zu dem Gesetz plädiert hatte. Insgesamt wurden in Osteuropa und Belgien bereits 4217 Fälle von ASP bei Wild- und 1269 Fälle bei Hausschweinen nachgewiesen. Neben Regelungen zur Beschränkung des Personen- und Fahrzeugverkehrs wurden Maßnahmen zur Absperrung von Gebieten, in denen die ASP festgestellt wurde, und zur möglichen Beschränkung bzw. zu einem Verbot der Ernte auf landwirtschaftlichen Flächen in einem Ausbruchsgebiet gesetzlich geändert. Zudem sollen Infektionsmöglichkeiten gesunder Wildschweine durch eine vermehrte Fallwildsuche verringert werden. Andere Personen als den Jagdausübungsberechtigten sind demnach im Ernstfall auch zur Bejagung der Wildschweinbestände berechtigt. Mit der Änderung des Bundesjagdgesetzes (Artikel 2) erhalten die Länder die Möglichkeit, Ausnahmen für die Jagd in Setz- und Brutzeiten auch aus Gründen der Tierseuchenbekämpfung bestimmen zu können.

Regierung Mecklenburg-Vorpommern
Vetion Fokusthema: Schweinepest


Neue Strahlenschutzverordnung und Strahlenschutzgesetz sollen Ende des Jahres in Kraft treten

22.10.2018
In der vergangenen Woche hat der Bundesrat der von der Bundesregierung beschlossenen Verordnung zur weiteren Modernisierung des Strahlenschutzrechts mit Maßgaben zugestimmt. Dazu erklärte die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter: "Das Strahlenschutzrecht ist für viele Lebensbereiche relevant und hat weitreichende Bedeutung für die menschliche Gesundheit. Es ist wichtig, dass wir in diesen Bereichen gute Regelungen haben, die Bürgerinnen und Bürgern einen umfassenden Schutz vor schädlicher Strahlung gewähren." Im kommenden November wird das Bundeskabinett den Änderungsvorschlägen des Bundesrates voraussichtlich zustimmen. Die neue Strahlenschutzverordnung wird dann gleichzeitig mit dem Strahlenschutzgesetz Ende des Jahres in Kraft treten, die Regelungen zum Schutz vor der schädlichen Wirkung nichtionisierender Strahlung bei der Anwendung am Menschen Ende 2020. Die Regelungen zur ionisierenden Strahlung reichen vom beruflichen über den medizinischen Strahlenschutz bis hin zum Schutz der Bevölkerung.

BMU

Selbstversorgung Russlands bei Milch noch lange nicht erreicht

22.10.2018
Russland strebt mittelfristig eine Selbstversorgung des Landes mit Milch an. Damit es soweit kommen kann, muss nicht nur der Bestand aufgestockt, sondern auch die Milchleistung der Tiere gesteigert werden. Wie Russlands stellvertretender Landwirtschaftsminister Dschambulat Chatuow mitteilte, strebe man einen Anstieg der heimischen Milchproduktion verglichen mit dem Jahr 2017 bis zum Jahr 2024 um insgesamt 7,7 % auf 33,6 Mio t an. Grundvoraussetzung: die durchschnittliche Milchleistung der Kühe in landwirtschaftlichen Großbetrieben müsste in den kommenden fünf Jahren auf 7.100 kg gesteigert werden. Dies kann nur durch eine Weiterentwicklung des genetischen Potentials gelingen. Den Angaben des Statistikamtes ist zu entnehmen, dass die russische Milchproduktion im Zeitraum Januar bis August 2018 insgesamt 21,9 Mio t betrug. Das entspricht einer Steigerung gegenüber des Vorjahres um 1,3 % Die durchschnittliche Milchleistung je Kuh hat sich demnach um 2,4 % auf 4.406 kg erhöht. Das aktuelle Versorgungsdefizit beläuft sich nach Regierungsangaben jedoch auf etwa 25 %. Um diese Lücke zu schließen, müsste die Milcherzeugung auf mindestens 40 Mio t steigen.

topagrar.de


Forscher analysieren Bewegungsabläufe von Ameisenbären an der VMF Leipzig

22.10.2018
Zum ersten Mal wurden an der Veterinärmedizinischen Fakultät der Universität Leipzig zwei Tamanduas in Bewegung geröntgt. Dafür wurden die beiden Ameisenbären Hugo und Faya, die aus dem Dortmunder Zoo ausgeliehen worden waren, auf der hochmodernen Fluokinanlage beim Laufen, Klettern und Aufbrechen eines Termitenhügels aufgezeichnet. Danach analysierten die Wissenschaftler, welche Muskeln die Tiere wofür nutzten und mit welcher Technik sie an ihre Lieblingsnahrung kamen. „Ameisenbären, Faul- und Gürteltiere gehören zu einer besonderen Gruppe von Säugetieren, den Nebengelenktieren. Sie haben viele ihrer ursprünglichen Merkmale erhalten und sind deshalb für uns Evolutionsbiologen besonders interessant“, sagt Prof. Dr. John Nyakatura von der Humboldt-Universität, der die Studie unter Mitwirkung von Franziska Grandt, Doktorandin der Veterinärmedizinischen Fakultät, durchgeführt hat. „Wir wollen durch unsere Untersuchungen besser verstehen, wie die Bewegungsabläufe bei den Tamanduas sind. Sie klappen die Hände beim Laufen zur Seite, um die Krallen zu schonen. Jetzt können wir sehen, was da genau abläuft. So konnten wir die Tiere noch nie beobachten“, schwärmt Nyakatura weiter. Die im Jahr 2013 eingeweihte Fluokinanlage der Veterinärmedizinischen Fakultät ermöglicht die Aufnahme von Hochgeschwindigkeits-Röntgenfilmen auch von größeren Tieren wie Pferden, Rindern und Schweinen auf dem Laufband. Komplexe biomechanische Bewegungsabläufe können erkannt und analysiert werden.

Universität Leipzig


Affenkinder werden ihren Eltern mit wachsendem Alter immer ähnlicher

22.10.2018
Wissenschaftler vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie in Leipzig und der Universität Leipzig haben herausgefunden, dass die Gesichter von Affenkindern mit zunehmendem Alter denen der Eltern immer mehr ähneln. Um zu diesem Ergebnis zu kommen, wurden Probanden (Forschende und Tierpfleger) vor die Aufgabe gestellt, digitale Bilder von jungen Rhesusaffen dem Gesicht eines Elternteils zuzuordnen. Die Gesichter sehr junger Tiere konnten die Teilnehmer voneinander unterscheiden, doch erst in einem Alter kurz vor Eintritt in die Pubertät war es ihnen möglich, diese korrekt einem Elternteil zuordnen. „Unsere Forschung zeigt, dass Hinweise auf Vaterschaft (und Mutterschaft) in den Gesichtern von Rhesusaffen vorhanden sind, und dass die Tiere diese Informationen unter natürlichen Bedingungen spontan wahrnehmen“, erklärt die leitende Autorin Anja Widdig vom Max-Planck-Institut für evolutionäre Anthropologie. „In zukünftigen Studien möchten wir herausfinden, ob diese visuellen Informationen von den Affen tatsächlich genutzt werden und welche Vorteile es ihnen ganz konkret bringt, verwandte und nicht verwandte Tiere in unterschiedlichen Lebensabschnitten als solche erkennen zu können.“ Denn bei freilebenden Tieren bestimmt eine Ähnlichkeit von Gesichtern, ob der Vater das mutmaßliche Kind fördert oder ob er dieses diskriminiert. Das Jungtier dann auch als Verwandten zu erkennen, kann evolutionäre Vorteile mit sich bringen, wie zum Beispiel eine bevorzugte Behandlung von Verwandten, die ja gemeinsame Gene teilen, oder eine optimale Partnerwahl, um Inzucht zu vermeiden. Die Ergebnisse der Studie belegen zum ersten Mal, dass körpereigene visuelle Hinweise auf Verwandtschaft bei Tieren verstärkt nachweisbar werden, wenn sie die Pubertät erreichen.

Max-Planck-Gesellschaft

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